• Suzuki Lake Run Wood Edition am 29.04.2018 in Winterberg

    Die Suzuki Lake Run Series ging im Frühjahr 2017 erstmalig an den Start und wurde trotz logistischer Anfangsschwierigkeiten ein voller Erfolg. Erfolgsversprechend geht es mit dieser Reihe von Extrem-Hindernisläufen auch in 2018 weiter. Die Wood Edition bildet am 29.04.2018 in Winterberg im Sauerland den Auftakt und lädt die Laufcracks ins Sport Mekka Nordrheinwestfalens. Neben dem ersten Rennen der Suzuki Lake Run Serie stellt es auch das erste Rennen der German OCR (Obstacle Course Races) Series dieses Jahres dar. Die Suzuki Lake Runs werden seit 2017 vor allem aus einem Grund initiiert: den Extrem-Hindernisläufen soll zukünftig auch in Deutschland eine professionelle Bühne gegeben werden. Profisportler aus unterschiedlichen Disziplinen treten hier zum vergleichbaren Wettkampf an und können sich so für die OCR-Europameisterschaft qualifizieren.

    Im Anschluss an die Wood Edition finden im Laufe des Jahres die Mud, Water und Steel Edition statt. Allen Veranstaltungen gemeinsam ist die Möglichkeit, aus drei Distanzen zu wählen. Dieser Wahl entsprechend variiert ebenfalls die Anzahl der Hindernisse natürlicher und künstlicher Art.

    Wie sieht die Strecke aus?

    Wer dieses Rennen antritt, zeichnet sich neben konditioneller Fitness durch herausragende athletische Eigenschaften, sprich Kraft plus Koordination, aus. Aus diesem Grund sind die Hindernisse extrem anspruchsvoll. Dem Motto dieses Runs – Wood – entsprechend ist die überwiegende Anzahl irgendwie mit dem Element Holz verbunden, wie zum Beispiel die SNAKE oder TARZAN. Unvergleichlich an diesem Gelände ist die Streckenführung über Ski-Schanzen und die hohe Gesamtzahl an Höhenmetern, insgesamt an die 3000!, die es zu bewältigen gilt. Teilnehmer geben diesem Rennen deshalb gerne auch die Bezeichnung „Mountain-Edition“. Die olympische Bobbahn kommt hier als die längste Wasserrutsche im Rahmen der OCR Austragungen 2018 erstmalig zum Einsatz und ist gewiss ein unvergesslicher Heidenspaß!

    Welche Distanzen gibt es?

    Der erste Lauf des Tages ist am Vormittag der sogenannte „Spirit“- Level. Dessen Streckenlänge beträgt knapp 8km und er ist mit gut 20 Hindernissen gespickt. Dieser Fun-Run wird je nach Teilnehmerzahl in Blöcken gestartet und als Rundlauf (2x 3,5km) absolviert. Er eignet sich gut für Einsteiger in die Welt des OCR und macht doch hier schon die besonderen Herausforderungen dieser Art Wettkämpfe klar deutlich – ohne gute Vorbereitung wird es selbst auf kurzer Distanz ziemlich schwierig!

    Fortgeschrittene starten mittags über eine Strecke von gut 12 km mit dem „Raw“-Level. Mehr als 30 Hindernisse warten neben dem Plus an Höhenmetern auf Athleten, die ihre Grenzen kennen und doch darüber hinausgehen wollen. Wie bei allen OCR kommt es auch beim Lake Run neben den körperlichen Voraussetzungen auf Disziplin und Teamgeist an, um erfolgreich ins Ziel zu gelangen. Spätestens hier zeigt sich, wie sportlich ihr wirklich seid!

    Der Lake Run „Battle“- Level, der am Nachmittag beginnt, ist mit etwas über 20 km die längste Distanz und gilt als härtester Lauf in Bezug auf die Strecke und die zu bewältigenden Höhenmeter in ganz Deutschland. Neben den sagenhaft vielen Höhenmetern müssen mehr als 40 Hindernisse bezwungen werden (es können bis zu 60 werden!) – eine Zerreißprobe für Muskeln, Nerven und Willensstärke. Wer diese Herausforderung annimmt, hat seine herausragenden sportlichen Qualitäten vielfach erprobt und ist sich seiner Fähigkeiten sehr sicher!

    Alle Läufer unterliegen einem der Strecke entsprechenden Zeitlimit. Auch alle Hindernisse müssen bezwungen werden, um einen Eintrag in die Rangliste zu erhalten. Lasst ihr als Teilnehmer ein Hindernis aus, könnt ihr die Strecke zwar zu Ende laufen, werdet jedoch als disqualifiziert geführt. Scheidet man wegen einer Verletzung aus, gilt das Rennen als nicht bestanden. Natürlich führt auch unsportliches Verhalten zum Ausschluss, denn auch hier gilt vorrangig, wie bei allen OCR: einer für alle, alle für einen. Man hilft einander, Fairplay ist angesagt!

    Was gibt es noch zu erwähnen?

    Die Anzahl der Teilnehmer ist auf 3000 begrenzt. Zuschauer sind herzlich willkommen, für sie ist der Eintritt frei. Jeder Teilnehmer erhält im Anschluss an den erfolgreich bewältigten Lauf eine Ehrenmedaille („Medal of Honor“). Diese bildet ein Viertelteilstück der aus allen vier Elementen der Serie bestehenden Großen Medaille. Diese können im Laufe des Jahres dazu erworben werden; vorausgesetzt natürlich man ist in der Lage, auch die anderen Rennen zu wuppen. Lediglich die Ersten eines Levels werden zum Sieger gekürt und erhalten eine besondere Ehrung.

    Neben den Wettkampfstrecken gibt es auch den Family-Level, bei dem auch die Kleinsten ihre Fitness testen und den Teamgeist stärken können – mit gaaanz viel Spaß in Modder und Matsch! Für die Jahrgänge 2002 bis 2008 gibt es im letzten Startblock die Möglichkeit, auf einer Strecke von 6 bis 8 Kilometern zu zeigen, was sie drauf haben. Die Eltern müssen in diesem Fall schriftlich ihre Erlaubnis erteilen, ein Spaziergang wird es nicht werden. Eine Wertung findet nicht statt.

    Wie sieht die optimale Vorbereitung aus?

    Lauft nach Möglichkeit Höhenmeter – dieser besonderen Belastung hält man nicht aus dem Stehgreif stand. Unterbrecht eure Läufe regelmäßig, um Kraft- oder Koordinationsübungen zu machen. Regelmäßig heißt: alle zwei- bis dreihundert Meter, quasi um den Puls nach den Kraftübungen zu senken, nach Koordinationsübungen aber gerne auch mal schneller werdend. Überwindet Hindernisse aller Art, indem ihr zum Beispiel Mauern hochklettert und Bänke überspringt oder an Zäunen entlang hangelt. Robbt auch hin und wieder am Boden entlang und tragt streckenweise zunächst kleine und zunehmend schwerer werdende Gewichte, auch unhandliche, wie lange Äste.

    Welche Kleidung ist angemessen?

    Ende April ist in den Bergen mit jedem Wetter zu rechnen, informiert euch über dessen Prognose. Voraussichtlich ist euch mit eng anliegender Kompressionsbekleidung (eventuell einem ein Shorty) gut gedient. Damit ihr erstens nirgendwo hängenbleibt und zweitens für eine gute Wärmeregulation und Wasserabweisung gesorgt ist. Warmup-Sachen könnt ihr in einem kleinen leichten Rucksack verstauen, genauso wie Wechselsachen. Gutes Schuhwerk ist wichtig! Leichte und stabile Trailschuhe sind empfehlenswert. Tragt zum Schutz eine Mütze – ein Multifunktionstuch geht auch – und Handschuhe. Eine Trinkflasche um den Bauch gegurtet solltet ihr auch immer dabei haben und ab geht`s!!!

  • Strong Viking Mud Edition bei Osnabrück

    Die Mud-Edition als eine Variante der Strong Viking Serie bildet am 10. März 2018 den Saisonauftakt. Neben Belgien und den Niederlanden gibt es auch in Deutschland die Gelegenheit, mittels eines Extrem-Hindernislaufes die guten Vorsätze für`s neue Jahr entschieden in die Tat umzusetzen: drin im Schlamassel? Raus aus dem Schlamassel! Drin im Schlamm? Raus aus dem Schlamm!! Körperlich und mental lasst ihr euch auf den allergrößten Dreck ein, um zu zeigen, dass ihr euch erfolgreich daraus befreien könnt. Eine buchstäblichere Herangehensweise gibt es nicht. Der Unterschied zum wirklichen Leben besteht lediglich darin, dass ihr, noch von oben bis unten mit Schlamm überzogen, die Ziellinie überqueren werdet. Warmduschen kommt später. Diesem unvergleichlichen Gefühl der Erfüllung möchtet ihr gewiss noch etwas nachspüren.

    Wo findet das Spektakel statt und was macht es zu diesem?

    Die Mud Edition stellt das vierte Rennen im Laufe der OCR Series Season 2017/2018 dar. Auch dieses Mal könnt ihr hier im wahrsten Sinne des Wortes „nach den Sternen greifen“, indem ihr den Elite-Läufern die Hand schüttelt oder im übertragenen Sinne, indem ihr euch gegenseitig aus der Patsche helft und so den Spirit des Erhabenen spürt.

    Austragungsort ist ein 400 Hektar großes Waldstück auf dem ehemaligen Militärgelände der Bundeswehr in Fürstenau bei Osnabrück. Wie bei allen Strong-Vikings kannst du auch hier aus drei verschiedenen Distanzen auswählen: Lightning (7km mit 20 Hindernissen), Warrior (13km mit 33 Hindernissen) und Beast (19km mit 47 Hindernissen). Die Streckenabschnitte folgen jeweils mit unterschiedlicher Führung und unterschiedlichen Hindernissen aufeinander, es gibt also keine Wiederholungen.

    Für die Frauen stellt die Tatsache, dass es an den Kraft-Hindernissen keine unterschiedlichen Gewichte für die Geschlechter gibt, eine besondere Herausforderung dar. Trotzdem oder auch gerade deswegen liegt die durchschnittliche Frauenquote bei 40%. Außerdem können alle Teilnehmer zwischen den drei oben erwähnten Distanzen wählen und so nach Trainingsgrad und Kraft entscheiden, wie weit sie gehen möchten; ein toller Anreiz also, über sich hinauszuwachsen.
    Es wird darauf verzichtet, das Erreichen des Ziels von der Zeit abhängig zu machen. Es wird niemand zum Sieger gekürt. Hier geht es vor allem darum, an die Grenzen der eigenen Leistungsfähigkeit zu gelangen und diese möglichst zu dehnen bzw. überwinden. Das gilt sowohl körperlich als auch mental. Der Spaß und das gemeinschaftliche Bewältigen diverser Hürden stehen im Mittelpunkt, wodurch ein unvergessliches Gefühl des Zusammenhalts entsteht, das noch lange nachwirkt.

    Wie sieht die Strecke aus?

    Im Sinne des Geistes der Wikinger kommt es bei allen Rennen der Strong Viking Serie auf Tugenden wie Stärke, Ausdauer, Mut, Geschicklichkeit und vor allem Teamgeist an. Gleich nach dem Start muss man über eine Mauer klettern. Wohl als erster Hinweis darauf, nicht gleich ehrgeizig los zu preschen sondern einander bereits hier gegenseitig zu helfen. Die überwiegend flache Strecke führt durch Wald und über Feld und ist außer mit Hindernissen alle paar hundert Meter mit Schlamm- und Wasserlöchern gespickt. Schlamm und Wasser bei Temperaturen von knapp über null Grad wie Anfang März oft üblich sind richtig fies. Vor allem dann, wenn man immer wieder aufs Neue knöchel- und knietief darin versinkt, einmal sogar hüfttief! On Top suhlt man sich, unter Stacheldraht hindurch, in der kalten Pampe oder watet mit einem 20kg schweren Sandsack hindurch. Irgendwann hilft nur noch Schreien!!! Nicht jammernd, sondern laut fluchend, und der ganzen Welt mitteilend: „Ich schaff das! Nun bin ich schon so weit gekommen, dass ich den Rest auch noch schaffe!! Ich bin einer von euch, Vikings!!!“

    Und immer wieder gilt es, Schlammlöcher zu durchquere. Selbst auf den Knien vorwärtskriechend, bis er euch zu den Ohren rauskommt, womit ihr Walhalla bekanntlich besonders nahe seid. Je höher der Stress ist, der bewältigt werden muss, desto höher ist die Ausschüttung an Endorphinen, die schönste Belohnung überhaupt! Das Ganze wird noch getoppt durch das Gefühl der Gemeinschaftlichkeit, wodurch eine extra Portion Glücksgefühle freigesetzt wird.

    Wie bereitet ihr euch optimal vor?

    Nur diejenigen, die vorher hart trainiert haben, werden beim Strong Viking eine Chance haben. Lauft. Lauft kontrolliert. Lauft längere Strecken als die im Rennen vorgesehene. Übt Laufen auf diversen unwegsamen Untergründen wie Sand, Geröll, Waldboden (querfeldein) und natürlich Matsch (auch hartgefrorenem Gemenge), um eure Koordination und die der Laufschuhe zu testen. Letzteres gilt auch für das Laufen durch Wasser. Trimm-Dich-Pfade sind gut geeignet, aber auch in Siedlungen gibt es meist genügend Bänke, Treppen, Mauern, Zäune, Garagenwände und Spielplätze für die Kraftübungen zwischendurch, denn: Macht alle paar hundert Meter Situps, Liegestütze, Klimmzüge, Burpees und vergesst auch Hangeleinlagen (Klettergerüst) und Tauklettern (Strick am Baum) nicht. Ergänzt nach und nach Gewichte zu eurem Lauf, deren Höhe ihr von Woche zu Woche leicht steigert. Geschmeidig haltet ihr den durch den Muskelmassenzuwachs beschwerten Body am besten durch Faszientraining oder Yoga. Auch Schwimmen ist vorteilhaft.

    Welche Kleidung eignet sich am besten?

    Lange und enganliegende Kompressionsbekleidung ist optimal geeignet, da sie schnell trocknet und schmutz- und wasserabweisend ist. Bei Temperaturen unter 5 Grad eignet sich evtl. ein dünner Shorty- Neoprenanzug (mit kurzen Armen und Beinen). Knie- und Ellenbogenschützer sind unabdingbar, genauso wie Handschuhe. Vor allem gute Laufschuhe müssen her! Stabil und strapazierfähig müssen sie sein, gripfest auch, und dennoch schön leicht. Tragt keine Baumwollsocken, sondern welche aus funktionellem Material, damit ihr keine kalten Füße bekommt. Nicht nur die Langhaarigen sollten wegen der sonstigen Gefahr des Hängenbleibens zum Schutz eine Kopfbedeckung tragen. Bei Kälte empfiehlt sich für alle zum Schutz vor Gehirnfrost eine Mütze aus funktionellem Material (keine Baumwolle!). In jedem Fall solltet ihr in einem kleinen Rucksack Wechselkleidung dabei haben. Hier könnt ihr auch eure Warm-Up Kleidung verstauen. Guten Lauf!!!

  • Spartan Race in München

    Aroo! Mitten im Frühling findet im Olympiapark auch in diesem Jahr wieder der flotte Spartan Race in München statt. Mit knapp 6 Kilometern (3 Meilen) Strecke ist es eines der kürzesten Hindernisrennen überhaupt. Hier tritt an, wer den Kampf mit der Zeit aufnehmen will. Im Gegensatz zu vielen anderen Extrem-Hindernisläufen geht es hier um das Sammeln von Punkten in Rankings. Schiedsrichter bewerten eure Performance um einen präzisen Vergleich mit anderen Startern zu ermöglichen. Als erfolgreicher Finisher erhaltet ihr eine Medaille. Nehmt ihr innerhalb eines Jahres zusätzlich zum Spartan Sprint auch am Spartan Super (8 Meilen) oder Spartan Beast (12 Meilen) teil und erwerbt so drei Medaillien, werdet ihr als Teil des Trifecta Tribes akzeptiert. Diese Ehre gilt als die höchste aller Auszeichnungen für Spartaner!

    Was ist das Besondere am Spartan Sprint?

    Der Spartan Sprint ist der kürzeste Lauf der Spartan Race Serie und daher ideal geeignet für Neueinsteiger und Wiedereinsteiger in die Disziplin der Extrem-Hindernisläufe. Vor allem auch CrossFiter und Freeletics wollen hier wissen, wer mit seiner Methode besser vorbereitet ist! Im Gegensatz zum Spartan Super und Spartan Beast kann man hier bereits ab dem Alter von 16 Jahren teilnehmen, sonst muss die Volljährigkeit erreicht sein. Eure körperliche Fitness muss nichts desto trotz auf allerhöchstem Niveau sein, um den Anforderungen gerecht zu werden. Damit eine aussagekräftige Wertung vorgenommen werden kann, darf kein Hindernis ausgelassen werden. Wird eines nicht geschafft, gibt es 30 Burpees als Strafe! Außerdem wird die Qualität eurer Ausführungen bewertet.

    Gleichzeitig ist der Sprint auch bei Profis beliebt, dient er doch wegen der exakten Wertungsmethoden als Indikator für die eigenen Qualitäten. Alle Jahre wieder gehen also auch Elite-Läufer an den Start, um sich für die Europa- und Weltmeisterschaften zu qualifizieren. Nur die ersten drei Frauen und Männer diesen Levels werden abschließend als Sieger gekührt.

    Wie läuft das Rennen ab?

    Bis zu 6000 Teilnehmer werden am 14.4. aus diesem Anlass im Olympiapark antreten. Gestartet wird daher in Wellen, sogenannten Heats. Ihr könnt eure Startzeit abhängig von eurem Leistungsniveau und euren Zielen frei wählen. Eingeteilt wir in verscheidene Gruppen: In der Elite- und Competitive-Heat treten nur die besten Läufer an, in der Age-Group die Läufer einer entsprechenden Altersklasse und in der Open-Heat diejenigen, die vorher nicht klassifiziert sein wollen. Im Abstand von 15 Minuten geht dann eine bestimmte Anzahl von Teilnehmern an den Start. Möchtet ihr als Team starten, empfiehlt es sich, vor dem Start den Customer Support zu informieren, um sicher zu gehen, dass ihr zeitgleich starten könnt. Ist eine Heat voll, werden sonst keine Ausnahmen gemacht.

    Auch wenn es hier für viele um die Zeit geht: es ist ratsam, das eigene Tempo und Verhalten an die gegebenen Verhältnisse anzupassen, um unnötige Verletzungen zu vermeiden. Wenn bei diesem Rennen auch Rankings geführt werden; der Teamgeist und die Hilfsbereitschaft, die für die Beliebtheit der OCR so bezeichnend sind, stehen auch hier ganz oben. Im Zweifelsfall wird der persönliche Ehrgeiz zurückgesteckt. Umsichtiges und zuvorkommendes Verhalten hilft allen weiter.

    Wie sieht die Strecke aus?

    Wie bei Obstacle Races üblich lauft ihr hier überwiegend auf unbefestigtem Parcour mit unterschiedlicher Bodenbeschaffenheit, auch querfeldein – inklusive Klettereinlagen – und durch Wasser. Zusätzlich müssen 20 bis 23 natürliche und künstliche Hindernisse überwunden werden. Bei diesem Rennen wird überwiegend die Fitness getestet, weniger die Leidensfähigkeit. Hervorragende Kondition und Kraft (einschließlich Griffstärke) sind genauso notwendig wie Balance und Koordination.

    Los geht es gleich nach dem Start mit einer steilen Kletterpartie. Bereits hier gilt es umsichtig mit dem eigenen Tempo zu haushalten. Auf der Bergabwärtspassage sorgen unterschiedliche Kletterwände für Abwechslung. Soweit, so gut. Wer hier konditionell mithalten kann, hat aber noch lange nicht die Nase vorn. Je weiter das Rennen fortschreitet, desto mehr Krafthindernisse gilt es zu bewältigen, wie zum Beispiel 3 Meter lange Kletterseile oder eine mit einem schweren Sandsack bestückte Seilwinde. Beim Speerwerfen werden zusätzlich die koordinativen Fähigkeiten auf die Probe gestellt. Nur wenige besitzen die Kraft, einen Speer in die Zielscheibe zu stoßen, aber noch weniger treffen diese überhaupt! Viele müssen hier die unangenehmen 30 Strafburpees hinlegen. Kalte Wasserhindernisse und ein meterlanger Crawl ergänzen den Spaß. Am Ender der Strecke ist, um ins Ziel zu gelangen, neben Kraft auch nochmal ordentlich Ausdauer gefragt. Hier gilt es, einen Sandsack die vielen Stufen vom Boden des Olympiastadions bis hoch in den ersten Rang zu wuchten. Und wieder runter, wenigstens ein Stückchen. Und wieder hoch. Heißa! Oder besser: Aroo! Aroo!! Aroo!!! Aber erst oben.

    Wie sieht die optimale Vorbereitung aus?

    Da eine bestmögliche Ganzkörperfitness gefordert ist, um bei diesem Lauf zu punkten, bietet sich selbstredend ein diese entsprechend förderndes Training an. CrossFiter und Freeletics haben hier häufig einen Trainingsvorsprung vor allen anderen Sportlern. Erstens: lauft schnell. Zweitens: lauft abwechselnd auf so vielen verschiedenen Untergründen wie möglich, inklusive Wasser, und auch in hügeligem Gelände. Drittens: Plant häufige Kraftübungen wie SitUps, Unterarmstütz, Hangeln, Klimmzüge etc. ein, natürlich auch Burpees. Und viertens: Faszientraining oder Yoga verbessern die Geschmeidigkeit und Koordination vortrefflich. Dergleichen Übungen 1x wöchentlich für eine Stunde wären von großem Vorteil. Gewöhnt euch wechselwarmes Duschen an, um das Herz-Kreislauf-System abzuhärten und ab geht die Post!

    Wie sieht die optimale Bekleidung aus?

    Die optimale Bekleidung muss vor allem funktionell sein. Auch hier bietet sich also Kompressionsbekleidung an, die eng anliegt, da so die Feuchtigkeit besser abtransportiert werden kann und weniger die Gefahr des Hängenbleibens besteht. Funktionell sollte auch das Material für eine Kopfbedeckung sein, die auch bei milderen Temperaturen zum Schutz getragen werden sollte. Handschuhe sind für einen besseren Grip zu empfehlen. Knie- und Ellenbogenschützer kann jeder nach eigenem Ermessen verwenden. Die Wahl der Laufschuhe ist entscheidend: stabile, strapazierfähige und möglichst leichte Trail-Schuhe eignen sich gut. Bitte zieht keine Baumwollsocken an, da diese nicht trocknen und den Füßen dann Wärme entziehen, was das Laufen beschwerlich macht. Nehmt ggf. einen kleinen Rucksack für Warm-Up Jacke und Wechselkleidung mit und schon kann kann es losgehen!

  • Braveheart Battle in Bischhofsheim an der Rhön

    Er gilt als der zweithärteste Extrem- Hindernis-Lauf Deutschlands und als einer der anspruchsvollsten Cross-Hindernis-Läufe europaweit und wird fast ausschließlich auf natürlichem Parcour ausgetragen. Überwiegend nationale, aber auch zunehmend europäische und internationale Cracks nehmen diese etwa 24 Masterchief-Kilometer lange Herausforderung an. Die Teilnehmerzahl ist auf 3500 begrenzt. Da ein Masterchief-Kilometer abhängig von der Festlegung des Masterchiefs 900 bis 1200 km lang sein kann, variiert die Länge der Strecke unter Umständen deutlich – und zwar nach oben!

    Wo findet die Veranstaltung statt?

    Seit 2016 ist der Austragungsort für den Braveheart Battle Bischhofsheim an der Rhön. Während der Wintermonate wird die Gegend um den Kreuzberg als Wintersportgebiert genutzt, während bei einsetzendem Tauwetter ideale Bedingungen für die Taffesten der Taffen unter den Crossläufern vorherrschen: die Außentemperaturen sind noch niedrig, der Boden ist teils gefroren glatt, teils nass-matschig glatt, die zu durchquerenden Gewässer sind höllisch kalt – so kalt, wie die Steigungen steil sind. Insgesamt gilt es 1400 Höhenmeter zu überwinden. In der Mehrzahl müssen natürliche Hindernisse bewältigt werden. Unter den 45 bis 50 „Hürden“ sind jedoch auch etliche künstlich errichtete zu finden.

    Warum ist der Braveheart Battle nur was für die ganz Harten?

    Fünf Stunden haben die Wahnsinnigen unter euch, die sich auf diese Strapazen einlassen, Zeit, das Ziel zu erreichen. Wer nach diesen fünf Stunden nicht das Ziel durchläuft, hat schlichtweg nicht bestanden. Keine Pussylanes, keine Trostpreise. Wer es jedoch packt, hat sich die „Medal of Honor“ mit der Kraft von Körper, Seele und Geist während der Strecke quasi selbst geschmiedet. Wer hier mitmacht, will`s wirklich wissen und wird keine Mühe scheuen, auch die härtesten Hindernisse wirklich zu erobern, ohne jeden Versuch, den leichteren Weg zu gehen. Für den Ruhm, für die Ehre, für die Freiheit! „Ganz oder gar nicht“ lautet die Devise bei den Bravehearts.

    Wie sieht die Strecke aus?

    Was bedeutet das konkret? Um ein echter Braveheart-Kämpfer zu sein reicht eine gute Kondition bei weitem nicht aus. Während des Laufs im Jahre 2012 erreichte zum Beispiel nur jeder fünfte Starter das Ziel. In der Regel wird es nass, kalt und extrem dreckig. Neunzig Prozent der Strecke sind nicht asphaltiert. Das Eintauchen in die Welt des grenzwertig Möglichen erfordert verdammt viel Mut und Härte. Ihr müsst durch kaltes Wasser und kalten, meterhohen Schlamm waten. Ihr müsst durch enge und dunkle Rohre kriechen; ihr müsst extreme Steigungen – in beide Richtungen – bewältigen und ihr müsst XXL hohe Wände und Klettergerüste erklimmen, indem ihr euch hinaufhievt UND hinaufhieven lasst (6,5 Meter hohe Wände sind alleine nicht machbar, besonders hier ist Hilfsbereitschaft gefragt). Ihr müsst Gerüste bezwingen, indem ihr euch entlang hangelt, indem ihr auf allen Vieren darauf entlang rutscht und indem ihr waghalsig balanciert – nass-dreckig und demzufolge rutschig wie es darauf bereits ist und wie ihr es bereits seid.

    Auf welche Bedingungen muss ich mich einstellen?

    Da der Braveheart Battle der Tradition nach regelmäßig Anfang bis Mitte März ausgetragen wird, weiß man vorher nie genau, was einen erwartet, weil man nie weiß, wie das Wetter wird – und dieses kann im Vorfrühling so sehr variieren wie zu keiner anderen Jahreszeit. Vielleicht lauft ihr bei angenehmen 16 Grad durch überschwemmte Felder, vielleicht lauft ihr bei einem Grad durch tiefen Schnee. Nur eiserne Willensstärke wird euch voran bringen. Sind eure Nerven nicht aus Stahl, ist euch wegen mangelnder Voraussetzungen vor allem Glück zu wünschen!

    Wird ein Hindernis ausgelassen oder nicht bezwungen, ist man disqualifiziert. Und dennoch geht es beim Braveheartbattle nicht um Bestzeiten und kräftige Ellenbogen. Gegenseitiger Respekt, auch und besonders bei gezeigter Schwäche, sowie Kameradschaft prägen seit der Premiere vor acht Jahren in Münnerheim in Oberfranken den Geist der Veranstaltung. Sportliche Fairness ist das oberste Gebot. Die damalige Teilnehmerzahl von 1200 im Vergleich zur gut zweieinhalbfachen Menge in 2017 zeigt deutlich, wie sehr die Popularität dieses Wettkampfes gestiegen ist. Obwohl oder gerade weil die Veranstalter immer ihren harten aber fairen Spielregeln treu geblieben sind. Gestiegen ist auch die Zahl der Zuschauer. Geschlagene 20000 waren es im letzten Jahr. Dieser Lauf besitzt Volksfestcharakter mit Kultstatus, man will dabei gewesen sein! Zu Recht ist er jedes Jahr bereits mehrere Monate im Voraus ausgebucht. Der Braveheartbattle hat in der Vergangenheit in den Kategorien „Beste Hindernisse“ und „Härtester Hindernislauf je den zweiten, in der Kategorie „Beste Organisation“ den ersten Platz gewonnen.

    Erstmalig wird in diesem Jahr parallel zur Veranstaltung am 10. März 2018 auch ein Cross-Lauf für Kinder im Alter von 9 bis 16 Jahren angeboten. Die Strecke ist auf vier Kilometer Naturstrecke begrenzt und mit coolen Hindernissen gespickt.

    Wie kleide ich mich richtig?

    Im März ist sehr wahrscheinlich lange und enganliegende Kompressionsbekleidung am besten geeignet, jedenfalls bei den zu erwartenden coolen Temperaturen. Eventuell bietet sich auch ein dünner Neoprenanzug mit kurzen Ärmeln und Beinen an. Checkt aber sicherheitshalber vorher die Wettervorhersage, um nicht bei 16 Grad und Sonnenschein vergeblich Muskelshirt oder Hot-Pans herbeizusehnen! Leichte, gripfeste und gleichzeitig stabile, strapazierfähige Laufschuhe sind ein Muss. Überprüft vorher deren Formbeständigkeit bei all-around Nässe, indem ihr durch tiefe Pfützen, Gräben und andere Gewässer lauft. Handschuhe, Knie- und Ellenbogenschützer sowie eine Kopfbedeckung (am besten auch aus Polyester damit es keinen Gehirnfrost gibt) sind unbedingt zu empfehlen. In einem kleinen leichten Rucksack sollten Wechselklamotten (> 2 x Socken) und Warm-up Kleidung verstaut werden können. Gegebenenfalls könnt ihr euch eine Trinkflasche an einem Gurt um den Bauch binden, erwartungsgemäß gibt es aber genügend Stationen mit Verpflegungsnachschub.

    Wie bereite ich mich optimal vor?

    Lauft! Lauft immer ein, zwei Kilometer mehr als die offizielle Wettkampfstrecke erfordert, um euch sicher gewappnet zu fühlen. Lauft nicht nur auf Tempo, sondern nutzt so vielseitige Strecken wie möglich. Lauft nach Möglichkeit also querfeldein, durchs Wasser, durch Sand und entlang von Waldpfaden, um euer Koordinationsvermögen zu optimieren. Trimm-Dich-Pfade können auch gut geeignet sein, zumal ihr alle paar hundert Meter euer Konditionstraining durch Kraftübungen unterbrechen solltet: Situps, Kniebeugen, Liegestütze, Hangelübungen. Taucht auch mal komplett im Wasser ab und lauft anschließend weiter, und robbt hier und da am Boden entlang. Beim Braveheartbattle werdet ihr dankbar sein, wenn ihr die denkbar unbequemsten Trainingsbedingungen durchexerziert habt! Denn nur dann habt ihr eine Chance.

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    Hindernislauf / OCR Hindernisse bei Tough Mudder, Xletix, Spartan

    tough mudder hindernisse

    Bei den unzähligen Hindernisläufen und Mud Runs kann die Anzahl und der Schwierigkeitsgrad der Obstacles sehr stark variieren und einer der wichtigsten Faktoren bei einem Extremlauf werden.

    Informiere dich am besten vorab im Internet, um dir ein möglichst genaues Bild davon zu machen, was dich erwartet, um nicht am Eventtag eine böse Überraschung zu erleben.

    Ich habe dir in diesem Beitrag Links zu Hindernis Listen und Videos, der größten Hindernissläufe und OCR Laufserien, zusammengetragen. Weiter unten im Artikel findest du außerdem Informationen zu den häufigsten Hindernisarten und wie du dich am besten darauf vorbereiten kannst.

    OCR Hindernisse der größten Events mit Links & Videos

    Tough Mudder Hindernisse

    Tough Mudder hat eine extra Unterseite, auf der viele Hindernisse vorgestellt werden https://toughmudder.de/obstacles und bringt jedes Jahr ein Video raus in dem die neuen Tough Mudder Hindernisse vorgestellt werden.

    Hier das Video zu den Tough Mudder neue Hindernisse 2017:

    In diesem Video kannst du dir schon mal eine Vorstellungen machen welche neuen Hindernisse Tough Mudder 2018 für uns in Planung hat – wie es scheint wird wohl wieder das “Fire in the hole” Hindernis neu aufgelegt 😉

    Xletix Hindernisse

    Auch Xletix hat eine separate Unterseite, auf der alle Xletix Obstacles vorgestellt werden:

    https://de.xletix.com/hindernisse

    Die Xletix Hindernisse kannst du dir auf Youtube ansehen – dort gibt es eine offizielle Playlist mit den meisten Xletix Hindernissen:

    Spartan Race Hindernisse

    Einen Großteil der Spartan Hindernisse findest du auf der offiziellen Spartan Race Webseite: http://www.spartanrace.de/de/race/obstacles-and-rules/obstacle-details

     

    Dort findest du auch Regeln zu jedem eizelnen Hindernis. Es gibt beispielsweise Hindernisse, bei denen du 30 Straf-Burpees machen musst, wenn du ein Hindernis nicht schaffst. Manche Hindernisse sind beim Spartan Race allerdings auch Pflicht, was bedeutet, dass du disqualifiziert wirst, wenn du ein Hinderniss nicht schaffst!

     

    Spartan Race hat auf seinem Youtube Kanal eine richtig tolle Playlist, in der die meisten Hindernisse vorgestellt werden. Dazu bekommt man auch noch Tipps, wie man für die einzelnen Spartan Race Obstacles trainieren kann – echt klasse!

    Getting Tough Hindernisse

    Auf der Getting Tough – The Race Webseite werden sind zur Zeit nur die Hindernisse von einem Event veröffentlicht:

    Getting Tough – Beat the summer: http://www.gettingtough-race.com/news/hindernislegende

    Ein offizielles Hindernis-Video habe ich nicht gefunden, allerdings gibt es sehr viele Action Cam Videos wie dieses von dem Event. So kannst du schon mal sehen welche nassen und kalten Herausforderungen dich erwarten 😉

    German OCR Series Hindernisse

    Die Obstacles der German OCR Series findest du hier: http://www.german-ocr-series.de/major-hindernisse/

    Weitere Informationsmöglichkeiten zu den Hindernislauf Obstacles

    Leider bieten nicht alle OCR Veranstalter Informationen zu den einzelnen Hindernissen an. Selbstverständlich gibt es aber noch jede Menge andere Möglichkeiten dich vorab zu informieren.

    Wenn die offizielle Veranstaltungsseite keine Informationen anbietet, kannst du folgende Quellen nutzen um Informationen zu den einzelnen OCR Laufevents zu sammeln:

    Google Suche

    Die schnellste Möglichkeit sich ein Bild von den verschiedenen Hindernissen zu machen ist einfach mal nach dem Event zu googlen – Suche bespielsweise einfach mal nach “Tough Mudder Hindernisse” und schau dir dazu die ersten paar Seiten an. Häufig findest du so eine sehr gute Liste der Obstacles und Tipps wie du dich auf die Hindernisse vorbereiten kannst.

    Youtube

    Auch Youtube kann eine gute Möglichkeit sein um sich vorab die Hindernissen anzusehen. Dort laden nicht nur die Veranstalter Ihre Event Videos hoch, sondern auch sehr viele Teilnehmer, die Ihren Lauf mit einer Action Cam aufnehmen und veröffentlichen.

    Falls du auf Deutsch kein passendes Video findest, kannst du auch auf Englisch suchen um eine mögliche Videos zu finden – “Tough Mudder Obstacles”.

    Foren

    Spezielle OCR Foren wie http://www.muddyface.de/ sind sehr gut geeignet Fragen zu Regeln und Hindernissen zu stellen, wenn du nicht

    Eventportale / Erfahrungsberichte / Facebook

    Weitere Informationsquellen sind Erfahrungsberichte auf Seiten wie Trophy Runners, HindernisslaufGuru oder auf unserer eigenen Hindernislauf Events Liste.

    Aber auch auf den Facebook Veranstaltungsseiten und OCR Facebook Gruppen kannst du sehr viele Informationen sammeln und Fragen zu den Hindernissen stellen.

    OCR Hindernisarten & Obstacles

    Es gibt bestimmte Arten von Hindernissen die dich bei fast jedem OCR Event erwarten werden. Du solltest dein OCR Training entsprechend anpassen, um auf die folgenden Hindernisse vorbereitet zu sein:

    Länge des Hindernislaufs

    Für viele Hobby Läufer sind schon die Kilometer eines Hindernislaufs das größte Hindernis. Je nach Event können dich zwischen 5 und 100! Kilometer Strecken erwarten.

    Hier mal die gängigsten Obstacle Course Race Distanzen:

    S Distanz:

    Für einen 5 Kilometer Hindernislauf wie ein Spartan Race Sprint oder ein Tough Mudder Half (8 – 10 km) benötigt man natürlich nur eine grundlegende Ausdauer.  

    M Distanz:

    Für einen Tough Mudder Full mit 16 km Länge oder einen Xletix M-Distanz mit ca. 13 Kilometern sollte man schon eine gute Grundlagenausdauer mitbringen.

    L Distanz:

    Für sehr extreme Läufe wie dem Braveheart Battle oder dem Getting Tough Race mit jeweils knapp 25 Kilometern Längen muss man sich auch noch mal mehr vorbereiten.

    XL Distanz:

    Wenn du gar an einem Spartan Ultra Beast, World Toughest Mudder, einem Ultra Viking oder einem anderen Extremlauf teilnimmst, musst du dich auf 40km+ und hunderte von Hindernisüberquerungen einstellen! Wenn du nicht zu den top Elite Läufern gehörst, wird es unmöglich sein, diese Tortur zu überstehen.

    Anzahl und Härte der Hindernisse

    Selbstverständlich spielt auch die Anzahl der Hindernisse eine große Rolle dabei, wie anspruchsvoll ein Rennen ist.

    Bei manchen Läufen kommen nur alle 1 – 2 Kilometer auf dich zu, welches überwindet werden muss. Bei anderen Hindernisläufen kommt alle 400 Meter ein neues Hindernis dazu.

    Nicht nur die Anzahl der Hindernisse, sondern auch der Schwierigkeitsgrad der Obstacles ist ein wichtiger Faktor. So können manche Hindernisse dich wahnsinnig viel Kraft kosten, andere wiederum eine willkommene Abkühlung oder Pause sein.

    Bei manche Läufe wie der Tough Mudder haben große Warteschlangen an den Hindernissen – der eine mag es, der andere hast es 😉

    Höhenprofil

    Die wenigsten Hindernisläufe finden im flachen Gelände statt. Nicht selten kommt es vor, dass bei einem extremen Hindernislauf mehr wie tausend Höhenmeter zu absolvieren sind.

    Wenn du dich nicht vorab durch Bergläufe darauf vorbereitet hast, wirst du das am Veranstaltungstag bitter bereuen. Am besten schaust du dir wenn möglich vorher die Strecke auf der Internetseite des Anbieters an oder informierst dich auf unserer Seite oder im Netz darüber, was an Höhenmetern auf dich zu kommt.

    Regelwerk

    Auch solltest du dich vorab informieren, ob es besondere Regeln zu beachten gibt. Bei manchen Rennen musst du Strafaufgaben absolvieren oder kannst sogar disqualifiziert werden wenn du ein Hindernis nicht schaffst oder du ein Hindernis auslassen möchtest.

    So gibt es bei den Spartan Rennen die bereits erwähnte 30 Burpee Strafe für jedes nicht überstandene Hindernis und für mache Hindernisse sind Pflicht!

    Auch gibt es häufig eine maximale Zeit in der man das Ziel erreichen muss, ansonsten ist man disqualifiziert. Und wer geht schon gerne mit einem DNF (Did not finished) nach Hause?

    Wetter und Umweltbedingungen

    Ein weiterer Faktor, der sehr ins Gewicht fallen kann ist das Wetter. Ein Hindernislauf, der im Winter bei Minus Graden stattfindet kann genau so fordernd sein, wie ein OCR im Hochsommer bei 35 Grad im Schatten.

    Auch hier gilt, dass man sich entsprechend der zu erwartenden klimatischen Bedingungen darauf vorbereitet und sein Training, zumindest teilweise, unter ähnlichen Wetterverhältnissen absolvieren sollte.

    Schlamm und Matsch

    Xletix Hindernisse

     

    Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit wirst du auf jede Menge Schlamm und Matsch treffen, was an sich schon eine Art Hindernis darstellt, da deine Muskeln und Koordination weitaus mehr gefordert sind und du häufig ausrutschen und fallen wirst. Außerdem werden deine Kleidung und Schuhe mit der Zeit immer schwerer werden, was dich zusätzlich Kraft und Kondition kosten wird. Wenn du dir gute OCR Schuhe und Kleidung für den Hindernislauf zulegst, machst du dir das Leben auf jeden Fall leichter.

    Krabbel- & Kriechpassagen

    Du kannst auch sicher sein, dass du auch mal auf alle Viere musst und unter irgendetwas wie Stacheldraht oder einem Bauzaun her robben musst. Sehr beliebt sind auch Röhren, beim Tough Mudder erwartet dich außerdem der legendäre Birth Channel (Geburtskanal), bei dem man unter einer mit Wasser gefüllten Plane durchkriechen muss.

    Wenn jemand unter Platzangst leidet macht dieses Hindernis besonder viel Spaß 😉

    Vertikale Hindernisse

    OCR Hindernisse

    Neben Mauern und Wänden, die es zu überwinden gilt, gibt es häufig auch Hindernisse bei denen ein Seil hochgeklettert werden muss. Sehr beliebt sind auch Heuballen und Hindernisse bei denen die Geschwindigkeit eine Rolle spielt. So gibt es beim Tough Mudder bspw. ein Hindernis mit dem Namen Everest – eine Quarter Pipe, bei der man mit sehr hoher Geschwindigkeit anlaufen und dann abspringen muss, um nach oben zu kommen.

    Auch zählen Berge und Hügel zu den vertikalen Hindernissen. Nicht selten muss ein Berg hochgelaufen und dann runtergerutscht werden. So kommt man schnell auf einige hundert oder gar tausend Höhenmeter bei einem Lauf. Ohne die richtige Vorbereitung kann das ein K.O. Kriterium sein.

    Kletterhindernisse

    Du kannst dir auch ziemlich sicher sein, dass du auf verschiedene Hangel- & Kletterpassagen treffen wirst. Eines der häufigsten dieser Obstacles sind die s.g. Monkey Bars oder Ringe. Du benötigst dafür einiges an Griffkraft und eine gute Oberkörpermuskulatur. Ohne Griffkraft Training wirst du sicherlich baden gehen.

    Tragehindernisse

    Auch kann es vorkommen, dass du verschiedene Objekte wie beispielsweise Steine, Eimer , Baumstämme oder auch mal einen Teamkollegen über eine längere Distanz oder einen Berg hoch tragen musst. Fehlt dir die entsprechende Übung oder Technik, kann ein Tragehindernis dich sehr viel Kraft kosten und wird eher eine schwierige Aufgabe.

    Wasser-, Tauch- und Schwimmhindernisse

    Mit Laufen alleine ist es meist nicht getan und du wirst dich auf kurze Schwimm- oder auch auf Tauchpassagen einstellen müssen. Zwar musst du kein Profischwimmer sein um diese Hindernisse zu überqueren,  Angst vor Wasser solltest du aber trotzdem nicht unbedingt haben bzw. solltest zumindest darauf vorbereitet sein.

    Auch kann die Wassertemperatur für viele Hindernisläufer ein Problem darstellen. Ein Bad in einem Eisbecken kann zwar eine gute Abkühlung bringen, wenn du aber unter einem Hindernis drunter durch tauchen musst und das Wasser nur 3 Grad hat, ist das nicht unbedingt angenehm – Stichwort: “Arctic Enema” Tough Mudder Hindernis.

    Balance und Geschicklichkeits Hindernisse

    Bei vielen Hindernissen benötigst du neben Ausdauer und Kraft auch ein gutes Körpergefühl und Gleichgewichtssinn. So kann es sein, dass du über einen Balken oder Baumstamm balancieren musst, um nichts ins Wasser zu fallen.

    Es gibt aber auch Hindernisse für die du nur sehr schwierig trainieren kannst und für die du einiges an Geschicklichkeit benötigst. So gibt es bei Spartan Races beispielsweise eine Speerwurf Aufgabe, bei denen du mit einem Speer auf eine Strohfigur werfen musst. Triffst du nicht erwarten dich 30 Burpees zur Strafe – ouch.

    Angstüberwindungs-Hindernisse

    tough mudder hindernis - electroshock therapy

    Sei das nicht schon genug gewesen, gibt es bei jedem Rennen auch Hindernisse, die dir zwar nicht viel körperlich abverlangen dafür aber einiges mehr an Überwindungskraft kosten. So kann es vorkommen, dass du auf Hindernisse stößt bei denen es gilt einen Sprung aus großer Höhe zu meistern oder durch dunkle Röhren zu kriechen in denen du die Hand vor Augen nicht siehst.

    Sehr beliebt sind auch Hindernisse mit Feuer, Eis oder welche, wo du sogar 10.000 Volt starke Stromschläge bekommst (Tough Mudder Electroshock Therapy®)

    Team-Hindernisse

    tough mudder hindernisse

    Bei Team Hindernisläufen wie dem Tough Mudder gibt es auch Hindernisse, die praktisch nicht alleine zu schaffen sind. Häufig benötigst du dann Hilfe von deinen Freunden die dich hoch ziehen oder dir eine Räuberleiter machen.

    Du läufst alleine und nicht im Team? Auch kein Problem, es gibt immer nette Leute die dir gerne helfen.

    Fazit – Mit der richtigen Vorbereitung ist jedes OCR Hindernis zu schaffen!

    Ich hoffe, dass ich dir einen guten Überblick geben konnte, welche Hindernisse bei Xletix, Tough Mudder und anderen Obstacle / Mud Runs auf dich warten.

    Bereite dich also, so gut es geht, auf die verschiedenen Hindernisarten vor! Ich wünsche dir viel Spaß dabei.

    Eine Bitte noch von mir an dich:

    Verfasse ein Kommentar und teile mit, vor welchem Hindernis du am meisten Angst oder den größten Respekt hast.

    Vielen Dank und bis bald…

    Bildnachweis: 
    
    Urheber: caeccles / 123RF Standard-Bild 
    
    
  • Suzuki Lake Run in Kalkar

    Den Suzuki-Lake Run gibt es seit 2017 und er hat das Zeug dazu, den bereits etablierten OCR-Veranstaltungen Konkurrenz zu machen. Der Lake-Run wird in der Wood-, Water- , Mud- und Steel-Edition an jeweils unterschiedlichen Standorten in Deutschland angeboten. Die Teilnehmer können pro Event aus den drei Distanzen „Spirit- (oder Fun-)Level“ (6km), „Raw-Level“ (12km) oder „Battle-Level“ (18km) wählen. Auch ein Family-Level wird angeboten, dessen Details noch bekannt gegeben werden. Während dieser vier Veranstaltungen gewinnen alle Teilnehmer, die es über die Ziellinie schaffen ohne von Streckenwärtern hinübergetragen werden zu müssen, je eine Medaille. Am Ende des Jahres können diese gegebenenfalls zu einer riesigen Gesamtmedaille, der „Master of Elements“, zusammengepuzzelt werden, cooles Konzept.

    Das vierte und somit abschließende Element dieser Serie bildet die Lake-Run-Steel-Edition in Kalkar. Wegen des großen Anklangs im Vorjahr wird der Run im November 2018 an Ort und Stelle am Niederrhein im Kreis Kleve wiederholt. Sofern man bei einem erneuten OCR von einer Wiederholung sprechen kann, insbesondere im Wunderland Kalkar, in dem viele überraschende Neuerungen zu erleben sein werden. Der Veranstalter Steven Patzke verspricht nämlich, dass es die Hindernisse zum Teil nur in einer XXL-Ausführung geben werde. Wieder erwartet euch ein unersetzliches da einmaliges Abenteuer, bei dem jeder zu physischen und psychischen Höchstleistungen herausgefordert wird. Das Gelände ist mit seinen bewaldeten Hügeln und saftigen Wiesen Idylle und kitzelnder Hotspot zugleich. Viel Wasser und Matsch erwarten euch ergänzend zu, je nach gewählter Distanz, bis zu vierzig natürlichen und künstlichen Hindernissen. Bei den künstlichen Barrieren sind es eher High-End-Varianten der stilvolleren, sprich moderneren, Art. Beginnen dürft ihr den Run nach drei ersten und eher leichten Hindernissen mit einem gemächlichen Walk entlang eines Wassergrabens, selbstverständlich innerhalb dessen und dazu hüfthoch (und das auch nur dann, wenn man an diversen Stellen wegen erheblicher Unebenheiten nicht komplett abtaucht)! Das bedeutet Mitte November ein eisiges Vergnügen, noch bevor der Körper Gelegenheit hatte, ausreichend Wärme zu produzieren, um dies als angenehm zu empfinden. Weiter geht es mit dem Robben durch Matsch unter Netzen hindurch, dem Erklimmen hoher Wände und dem Erklettern vielfältiger Gerüste einschließlich Hangeln und Seile hochklettern. Unter anderem müsst ihr nämlich eine Aneinanderreihung von zehn Holzbalken in 1,5 m Höhe und im Abstand von 50 cm überqueren, indem ihr euch mit den Gliedmaßen daran festklammernd wie ein hyperaktives Faultier je einmal über den Balken und einmal unter dem Balken hindurch windet, oben rüber und unter durch, oben rüber und unter durch – und das Ganze vor allem, OHNE den Boden zu berühren! Jeder, der sowas schon mal mitgemacht hat, wird höllischen Respekt davor zeigen. Insgesamt wird bei kräftiger Schinderei ein uriges Ambiente geboten. Der Parcour führt nämlich durch die Ruine eines niemals ans Netz gegangenen Atommeilers. Hier geht es über verschlossene Tore, Eisengitter und Betonblöcke hinweg die Treppen zum Kühlturm hinauf, woraufhin man sich mittels Abseilen und an Netzen wieder hinunter manövrieren muss! Hier noch ein wenig Balancieren, da noch von Bierfass zu Bierfass schwingen, und zum Schluß (nach mindestens zweimaligem Anlauf) noch die Halfpipe hoch: yeah, finished!

    Da die vier Suzuki-Lake-Runs in der Disziplin der OCR Bestandteil der Europameisterschaftsqualifikation sein werden, ist hier auch mit der Teilnahme einiger wettkampforientierter Spitzenathleten aus der Szene zu rechnen. Wie bei anderen OCR geht es hier vor allem aber natürlich um den gemeinsamen Spaß und die Erprobung des eigenen Willens, der eigenen Kraft und besonders des Teamgeistes in Extremsituationen. Viel Spaß!

    Tipps zur Vorbereitung:

    Zum Training:

    Für Anfänger wie Fortgeschrittene gilt: übt so vielseitig wie möglich, das heißt übt Laufen mit Hindernissen und übt Laufen auf unterschiedlichem Untergrund. Setzt die Laufstrecke am besten etwas länger an als die für das Rennen geplante, damit ihr im Zweifelsfall noch Kapazitäten frei habt. Sobald ihr einen stabilen Trainingsgrad erreicht habt, könnt ihr Gewichte hinzunehmen und diese nach und nach etwas erhöhen. Besser ist es, das Lauftraining selbst mit diversen Kraftübungen zu ergänzen, als Kondition und Kraft separat zu üben. So könntet ihr euch alle zweihundert Meter abwechselnd jeder Körperpartie zum Beispiel durch Hangeln, Klimmzüge, Situps und Liegestütze intensiv widmen. Geht auch mal Schwimmen oder fahrt Rad. Faszientraining wäre ebenfalls empfehlenswert.

    Zur Bekleidung:

    Nutzt neben Knie- und Ellenbogenschützern auch Handschuhe und eine Kopfbedeckung, hierfür am besten ein Multifunktionstuch. Besser als Baumwollkleidung ist eng anliegende Kompressionskleidung, da diese schneller trocknet und besser belüftet. Eine Trinkflasche könnt ihr mittels Gurt um die Hüften mitführen, während ein kleiner, leichter Rucksack Warm-Up und Wechselkleidung beinhalten sollte. Last but not least: nutzt allerbestes Schuhwerk, vorzugsweise leichte und ultrastabile Laufschuhe mit optimalem Gripp auf unterschiedlichsten Böden. Und auf geht’s!